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AUSSENORIENTIERUNG


Dieser Therapieabschnitt ist Vorbereitung und Starthilfe für alle, die wieder ein eigenständiges Leben außerhalb der therapeutischen Gemeinschaft aufnehmen möchten und kann nach 12 Monaten Kerntherapie angetreten werden. Die Ziele der Außenorientierung sind, eine feste Anstellung und eine befriedigende Wohnsituation zu finden sowie sich außerhalb des Hauses einen unterstützenden, sozialen Rahmen aufzubauen. Praktisch beinhaltet die Außenorientierung die genaue Zukunftsplanung in beruflicher und sozialer Hinsicht sowie die zunehmende Erprobung außerhalb des Hauses (Arbeitsversuche - Praktika). Hier kann in geschütztem Rahmen ausprobiert werden, ob die angestrebten Ziele realistisch sind, den eigenen Kräften und Fähigkeiten entsprechen oder modifiziert werden sollten.

Anschließend geht es um die konkrete Umsetzung der Berufswünsche, d.h. Arbeitssuche und Arbeitsaufnahme. Die eigenen Vorstellungen für das Leben "draußen" werden verwirklicht über Wohnungssuche, Aufnahme von Freizeitaktivitäten (Vereine o.ä.) und andere Kontakte.

Der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe oder eine nachsorgende Be-treuung etwa sechs Wochen vor Therapieende soll den Übergang nach draußen unterstützen und Stabilisierung bieten.

Für den erfolgreichen Therapieabschluss sind drei Faktoren wichtig:

  • Arbeitsaufnahme (gesichertes Einkommen)
  • Geklärte Wohnsituation (eigene Wohnung, Nachsorge-WG, o.ä.)
  • Einbindung in eine Selbsthilfegruppe oder nachsorgende Betreuung

Die zweite Variante der Außenorientierung, die Außenorientierung II, bietet die Möglichkeit, eine feste Anstellung anzunehmen, in der Einrichtung zu wohnen, bei allen auftretenden Problemen Unterstützung zu erfahren und die Schritte nach "draußen" langsamer und behutsamer zu vollziehen.

Ein Wechsel zwischen den Therapieabschnitten Kernphase, Fortgeschrittenengruppe und Außenorientierung I und II ist möglich.